Nach einem langwierigen Papierkrieg im ungemütlichen Hafen von Colon nehmen wir heilfroh unseren Defender unbeschadet in Empfang. Nach einer gründlichen Putzaktion glänzt unser zu Hause wieder und wir machen uns auf den Weg zur Karibikküste. Wir verzichten auf einen Tauchgang, da der Preis 4 mal so hoch ist wie in Kolumbien und fahren weiter nach Panama Stadt. Der Mittagsrast am Panamakanal mit seinen riesigen Frachtern bringt uns zum Staunen. Der Kanal weist eine länge von ca. 80 km auf und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Von einem Taxichauffeur erfahren wir, dass viele Frachtschiffe ihre Container vor der Durchfahrt abladen um Kosten zu sparen. Diese werden per LKW oder mit der Bahn auf die andere Seite gebracht. Nicht gerade ökologisch. Der Preis für die Durchfahrt des Kanals wird pro Registertonne ermittelt. Mit einer maximalen Auslastung bezahlt ein Frachter USD 340'000 für die Durchfahrt. Leider profitiert die panamäische Bevölkerung nur sehr gering von den Einnahmen. Ca. 10'000 Mitarbeiter beschäftigt der Kanal. Besonders interessant ist der Vorgang an den Schleusen, den wir aus nächster Nähe beobachten.
Bei einem Abstecher an die Pazifikküste geniessen wir einen Tauchtag. Leider verpassen wir dabei die Wallhaie haarscharf :-( Hätte doch unsere Luft nur 2 Minuten länger gereicht!
Die letzten Tage in Panama geniessen wir in der Höhe und machen eine schöne Wanderung durch die Nebelwald-Landschaft des Vulkan Baru, den wir in Folge starken Regenfalls leider nicht zu Gesicht bekommen.
Freitag, 3. August 2012
Mittwoch, 25. Juli 2012
Drogenkontrolle
Zum dritten Mal stehe ich (Lukas) heute um 6 Uhr früh auf und fahre zum Hafengelände. Die letzten zwei Male wurde ich wieder weg geschickt, weil die Polizei noch nicht bereit für die Drogenkontrolle war. Das Thermometer zeigt um 6:15 bereits 28 Grad. Das kann ja heiss werden! Um 8:15, beim dritten Anlauf, ist es dann so weit. Die Polizei taucht auf. Wie mir meine Agentin empfohlen hat, habe ich schon alle Kisten fein säuberlich heraus gehievt und geöffnet. Doch die Kisten interessieren die Beamten vorläufig nicht. Viel mehr die Sachen, die ich noch nicht ausgeladen habe. Alles wird rausgerissen. Nachdem ich aufgefordert werde den vollen Wasser Tank zu öffnen, ausgerechnet an der grössten Öffnung, interveniere ich zum ersten Mal. Doch ohne viel Erfolg. Ich muss öffnen. Das Wasser sprudelt in das innere des Kofferraums und ich darf gnädigerweise wieder zuschrauben. Nun entdeckt die Polizei ein Sack mit Hundefutter, öffnet ihn, riecht daran und steckt sich doch tatsächlich zwei Hundekekse in den Mund. Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen und frage den Polizisten ob es ihm schmeckt. Dieser antwortet: "Nicht schlecht" und spuckt den Rest wieder aus.
Bis auf wenige Verstecke finden die Zollbeamten alle unsere Geheimfächer und an denen sind sie dann auch richtig interessiert. Jeder Mückenspray wird ausprobiert, jedes Buch durchblättert, alle unsere Kleider durchforstet, ja sogar das Abwasser gekostet. Als dann plötzlich eine Bohrmaschine zum Einsatz kommt, stockt mir der Atem. Ohne Hemmungen werden ca. 30 kleine Löcher kreuz und quer ins Innenleben unseres Heims gebohrt. Die weisse Substanz bleibt aus, nur Holzspäne rieseln von der Decke. Nachdem der Lautsprecher abmontiert ist (mit unserem Werkzeug) und ich den Luftfilter ausgebaut habe, wird die Kontrolle langsam nachlässiger. Bei über 40 Grad sengender Hitze auf dem Platz wird es den zwei Herren auch zu heiss.
Als ich das Chaos wieder einräumen will, stoppt mich die Polizei. Der Drogenspürhund sei unterwegs. Nach kurzer Wartezeit (20 min.) erscheint die Hundedame. Wie eine Irre flitz sie in unserem Wagen herum, springt mit ihren dreckigen Pfoten über unsere Polster, kaut am Neopren von Andrea, oder sabbert in eine unserer Kisten. Alles in allem geht die Prozedur 3 Stunden und unser Defender sieht jetzt aus wie ein Saustall, aber geschafft ist geschafft.
Nun ist es endlich soweit, das Auto ist aufgeladen und unsere Tickets gekauft. Morgen am 26 Juli 2012 um 10:00 steigen wir in den Flieger. Panama wir kommen!
Bis auf wenige Verstecke finden die Zollbeamten alle unsere Geheimfächer und an denen sind sie dann auch richtig interessiert. Jeder Mückenspray wird ausprobiert, jedes Buch durchblättert, alle unsere Kleider durchforstet, ja sogar das Abwasser gekostet. Als dann plötzlich eine Bohrmaschine zum Einsatz kommt, stockt mir der Atem. Ohne Hemmungen werden ca. 30 kleine Löcher kreuz und quer ins Innenleben unseres Heims gebohrt. Die weisse Substanz bleibt aus, nur Holzspäne rieseln von der Decke. Nachdem der Lautsprecher abmontiert ist (mit unserem Werkzeug) und ich den Luftfilter ausgebaut habe, wird die Kontrolle langsam nachlässiger. Bei über 40 Grad sengender Hitze auf dem Platz wird es den zwei Herren auch zu heiss.
Als ich das Chaos wieder einräumen will, stoppt mich die Polizei. Der Drogenspürhund sei unterwegs. Nach kurzer Wartezeit (20 min.) erscheint die Hundedame. Wie eine Irre flitz sie in unserem Wagen herum, springt mit ihren dreckigen Pfoten über unsere Polster, kaut am Neopren von Andrea, oder sabbert in eine unserer Kisten. Alles in allem geht die Prozedur 3 Stunden und unser Defender sieht jetzt aus wie ein Saustall, aber geschafft ist geschafft.
Nun ist es endlich soweit, das Auto ist aufgeladen und unsere Tickets gekauft. Morgen am 26 Juli 2012 um 10:00 steigen wir in den Flieger. Panama wir kommen!
Dienstag, 17. Juli 2012
Donnerstag, 12. Juli 2012
Medellin
An der Karibikküste zeigt das Thermometer Nachts 30 Grad. Wir entfliehen
der Hitze und fahren in die Höhe in Richtung Medellin. Im Feriendörfchen Guatapé besteigen wir den Monolith
„El Pénol“ und werden mit einer schönen Aussicht auf den See belohnt. Ein paar
Kilometer weiter machen wir für ein paar Tage Halt auf einem Campingplatz und
erleben einen Ansturm an Interesse auf unser Auto. Auf diesem Camping war noch
nie ein Wohnmobil. Schnell spricht es sich herum und binnen 4 Tagen beglücken
uns 20 Besucher. Kurzerhand werden
wir zu einer Audienz beim Bürgermeister von San Raphael eingeladen. Dieser
heisst uns herzlich willkommen, lässt seine Termine sausen und besichtigt unser
Auto.
Lukas geht es zunehmend schlechter. Im Spital in Medellin
dann die Diagnose „Dengue-Fieber“. Doch er ist in besten Händen. Die Versorgung
einwandfrei. Wie es der Zufall will, treffen wir auf altbekannte Reisefreunde
mit denen wir schöne Stunden an der Karibik verbracht haben. Auch sie erholen
sich hier vom Dengue-Fieber.
Nach 14 Tagen ist Lukas wieder fitt genug und wir nehmen die
Einladung an, Ana und Jorge zu besuchen. Hier erleben wir kolumbianische
Gastfreundschaft pur und werden verwöhnt mit kolumbianischen Köstlichkeiten.
Gemeinsam mit Sohn Tomas fahren wir zur Finca von Anas Eltern. Ein
paradiesischer Platz. Wir besteigen die Spitzenpferde der Familie (ich nehme
das friedvolle Maultier) und machen einen Ausritt in der Abendstimmung. Tomas
Traum geht in Erfüllung. Er verbringt mit Papa eine Nacht in unserem Defender.
Die 3 Tage vergehen wie im Flug, schwer fällt uns der Abschied.
Doch neue Abenteuer warten auf uns. Am 20. Juli verschiffen
wir unseren Defender nach Panama.
Freitag, 8. Juni 2012
Donnerstag, 10. Mai 2012
Kolumbien
Kolumbien verbindet man mit Drogen, Entführungen, FARC-Guerilla... Ein schlechter Ruf der viele Reisende von einem Besuch abhält. Ist man aber im Land erlebt man Gastfreundschaft, Freundlichkeit, Lebensfreude, Musik, schöne Kolonialstätte, Palmenstrände... Kolumbien überrascht! Vor allem die Menschen haben uns für ihr Land gewonnen. Sie sind neugierig, aber nicht aufdringlich und die Ersten, die uns beim Sprechen korrigieren, auf eine nette Art und Weise. Fast täglich haben wir Interessenten, die unseren Defender gerne von Innen begutachten möchten.
Mit meiner Freundin Sandy erkunden wir Bogotà. Ausser dem Besuch des Goldmuseums, sammelt diese Stadt nicht viele Punkte bei uns. Auf dem Weg zur Küste erkunden wir die unterirdische Salzkathedrale von Zapaquira und geniessen einen leckeren, kolumbianischen Kaffee im hübschen Stättchen Villa Leyva. Weiter geht's in Richtung Karibik. Endlich können wir Tauchen gehen. Wir trotzen der Hitze und den vielen Stechviechern und spazieren durch den Parque National Tayrona um die traumhaften Strände zu erkunden. Zum krönenden Abschluss besuchen wir Cartagena, das Juwel. Eine wunderhübsche Stadt, die uns mit ihren farbigen Häusschen, blühenden Balkonen und charmanten Gässchen, trotz 40 Grad, auf einen Bummel lockt. Hier verabschieden wir Sandy. Danke für die tolle und lustige Zeit mit dir.
Die Strassenverbindung zwischen Süd und Nord ist zwischen Kolumbien und Panama für eine kurze Strecke unterbrochen. Diese Lücke wird als Darién Gap bezeichnet und ist unwegsames Dschungelgebiet, wo es noch Guerilla-Aktivitäten gibt. Deshalb soll uns eine Autofähre binnen 12h von Cartagena COL nach Colón PAN bringen. Diese neue Fährverbindung hat ihre erste Abfahrt in den Juli verschoben. In der verbleibenden Zeit nehmen wir das Angebot an, ein kolumbianisches Pärchen in Medellin zu besuchen, das uns beim Tauchen kurzerhand zu sich eingeladen hat.
Mit meiner Freundin Sandy erkunden wir Bogotà. Ausser dem Besuch des Goldmuseums, sammelt diese Stadt nicht viele Punkte bei uns. Auf dem Weg zur Küste erkunden wir die unterirdische Salzkathedrale von Zapaquira und geniessen einen leckeren, kolumbianischen Kaffee im hübschen Stättchen Villa Leyva. Weiter geht's in Richtung Karibik. Endlich können wir Tauchen gehen. Wir trotzen der Hitze und den vielen Stechviechern und spazieren durch den Parque National Tayrona um die traumhaften Strände zu erkunden. Zum krönenden Abschluss besuchen wir Cartagena, das Juwel. Eine wunderhübsche Stadt, die uns mit ihren farbigen Häusschen, blühenden Balkonen und charmanten Gässchen, trotz 40 Grad, auf einen Bummel lockt. Hier verabschieden wir Sandy. Danke für die tolle und lustige Zeit mit dir.
Die Strassenverbindung zwischen Süd und Nord ist zwischen Kolumbien und Panama für eine kurze Strecke unterbrochen. Diese Lücke wird als Darién Gap bezeichnet und ist unwegsames Dschungelgebiet, wo es noch Guerilla-Aktivitäten gibt. Deshalb soll uns eine Autofähre binnen 12h von Cartagena COL nach Colón PAN bringen. Diese neue Fährverbindung hat ihre erste Abfahrt in den Juli verschoben. In der verbleibenden Zeit nehmen wir das Angebot an, ein kolumbianisches Pärchen in Medellin zu besuchen, das uns beim Tauchen kurzerhand zu sich eingeladen hat.
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