Montag, 29. August 2011
Dienstag, 16. August 2011
Bootsausflug ins Pantanal
Unser Führer, ein Indianer der im Pantanal aufgewachsen ist, bringt uns die Natur und Tierwelt des grössten Binnenfeuchtgebiets der Erde näher.
Als sich am Abend dann noch ein Eisvogel auf meinem Kopf verirrt, bin auch ich glücklich über die einmaligen Naturerlebnisse, ohne Schaden genommen zu haben.
Während 3 Tagen tuckern wir den Flusslauf hinauf und hinunter und machen uns zu Fuss auf die Suche nach dem Jaguar. Noch vor 3 Jahren lag die Chance bei 99%, dass man einen Jaguar zu Gesicht bekommt. Leider hat sich ein illegaler Jagttourismus entwickelt und die wenigen Tiere die ihm noch nicht zum Opfer gefallen sind, wissen sich zu verstecken. Stundenlang streifen wir durchs Gestrüpp, die Sonne brennt auf unseren Rücken und die Mücken freuen sich über frisches Touristenblut. Gemäss Indianer-Führer seien wir ihm ganz dicht auf der Fährte. Er schreitet barfüssig vor uns her, seine Machete schwingt er lässig von der einen auf die andere Seite und macht den Weg für uns frei. Wir (mein Bruder Matthias, Lukas und ein aufgewecktes Pärchen aus Zug) schauen uns immer wieder fragend an: „Alles nur Show, oder etwa doch nicht?“
Nach 2 Stunden kehren wir zurück zum Boot und kühlen uns im Fluss ab. Da plötzlich, nur wenige Meter von uns entfernt, ertönt ein erschauerndes, tiefes, lautes Knurren aus dem Gebüsch. Hastig schwimmen wir zurück ans Ufer. Sehen konnten wir ihn nicht, den Jaguar des Pantanals, aber der Warnschrei sass uns allen tief in den Knochen.
Als unser Bootsführer am Nachmittag von einem Pyrania gebissen wird, den er aus dem Netz ziehen wollte, wird unsere Badefreude etwas getrübt. Den Finger hat er nicht verloren, aber der Biss reicht bis auf den Knochen und blutet während mehreren Stunden. Als wir unseren Indianer fragen, ob es denn nicht gefährlich sei im Fluss zu schwimmen, meint er nur: "So lang man nicht blutet, seien die Pyranias ungefährlich." Also doch kein Märchen? Allerdings dürfen wir nur tagsüber ins Wasser, denn in der Dunkelheit jagen die Kaimane und mit deren Gebiss wollen wir keine nähere Bekanntschaft machen.
Als sich am Abend dann noch ein Eisvogel auf meinem Kopf verirrt, bin auch ich glücklich über die einmaligen Naturerlebnisse, ohne Schaden genommen zu haben.
Dienstag, 9. August 2011
Donnerstag, 4. August 2011
Montag, 25. Juli 2011
Durch den Süden von Paraguay 25.07 - 03.08.11
Im Parque Nacional San Rafael besuchen wir das Schweizer-Ehepaar, Hans und Christine, die vor gut 30 Jahren in den paraguayischen Busch ausgewandert sind. Hans war es in der Schweiz zu eng und Christine reiste mit ihrer grossen Liebe mit. Monatelang hausten sie in einem Zelt mitten im Busch, die Sojaernte fiel mager aus, das erste Kind kam zur Welt, es folgten zwei weitere, kein Strom, kein Trinkwasser, es brauchte viel Durchhaltewillen. Wie alle Bauern rodeten sie in den ersten Jahren um Land für ihre Sojafelder zu gewinnen. Es war harte Knochenarbeit mit Axt und Motorsäge. Doch mit den Jahren lernten sie den Wald zu lieben und zu schätzen. Ein Umdenken fand statt. Und so machten es sich Hans und Christine zum Ziel das letzte Stück des Atlantischen Regenwalds zu schützen.
Ungeplant sitzen wir 5 Tage fest, da starker Regen die Strasse unpassierbar macht.
Auf dem Weg zum Dreiländer-Eck (Paraguay, Brasilien, Argentinien) kommt unsere Seilwinde das erste Mal zum Einsatz. Die paraguayischen Lastwagenfahrer sind uns sehr dankbar.
Der Grenzübergang in Ciudad Del Este gestaltet sich als Nervenbelastung. Die Stadt ist bekannt als "Supermarkt von Südamerika". Schmugglerware säumt die Strasse. Zahlreiche Händler klopfen gegen unsere Fensterscheibe und erschweren das Weiterfahren.
Ungeplant sitzen wir 5 Tage fest, da starker Regen die Strasse unpassierbar macht.
Auf dem Weg zum Dreiländer-Eck (Paraguay, Brasilien, Argentinien) kommt unsere Seilwinde das erste Mal zum Einsatz. Die paraguayischen Lastwagenfahrer sind uns sehr dankbar.
Der Grenzübergang in Ciudad Del Este gestaltet sich als Nervenbelastung. Die Stadt ist bekannt als "Supermarkt von Südamerika". Schmugglerware säumt die Strasse. Zahlreiche Händler klopfen gegen unsere Fensterscheibe und erschweren das Weiterfahren.
Sonntag, 24. Juli 2011
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